Donnerstag, 3. November 2016, 19.30 Uhr

Bücher scannen

mit
Hole Rößler (Wolfenbüttel), Thomas Bähr (Hannover)

Ort / Kooperation
Technische Informationsbibliothek (TIB)
Welfengarten 1 B, 30167 Hannover
Stadtbahn 4/5 bis Leibniz Universität

Abendkasse
4 EUR oder 0 EUR unter 25

Das Informationszeitalter vor dem Internet war die Gutenberg-Galaxis: Sie hinterlässt uns ein buchkulturelles Erbe von etwa 130 Millionen Titeln, die jetzt digitalisiert werden müssen.

Besonders beherzt geht bei dieser Herkulesaufgabe der Suchmaschinendienst Google zu Werke, dessen Ziel nicht weniger als der ‚Full Take‘ ist. Vor gut zehn Jahren rollte das Programm Google Books an, inzwischen sind 15 Millionen Bücher eingescannt, bis zum Ende des Jahrzehnts will man fertig sein.

Diese zupackende Art beeindruckt und wirft Fragen auf, etwa nach den Urheber- und Nutzungsrechten, nach Qualität und Sorgfalt: Wem gehört dann dieser gewaltige Wissensbestand? Was geht beim akkordmäßigen Digitalisieren alles verloren? Auch verstellt Googles Dominanz leicht den Blick auf Alternativen.

Von denen soll hier die Rede sein. Denn auf dem Feld der Retrodigitalisierung bewegen sich zahlreiche Akteure mit ganz eigenen Prioritäten, und es lohnt sich, genauer hinzusehen, wie Hole Rößler (Kulturwissenschaftler, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel) und Thomas Bähr (Leiter Bestandserhaltung und Langzeitarchivierung in der TIB, Hannover) berichten.

Hole Rößler

Employee's fingers

Thomas Bähr

Ein schwieriger Fall