Winterlicher Wald © Niedersächsische Landesforsten

Mittwoch, 27. Mai, 8:30 – 18 h

Wald im Wandel

Forstkundliche Wanderung durch den Harz

Exkursion
Hin- und Rückfahrt per ÖPNV

Teilnahmegebühr
20 EUR | ermäßigt 10 EUR (unter 25)
zzgl. Fahrtkosten für Bahn & Bus

Anmeldung und Infos
info[at]technik-salon.de

Von der Monokultur zum Mischwald

Im Nationalpark Harz zeigt sich, wie anfällig Monokulturen sind. Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer haben die ausgedehnten Fichtenwälder großflächig geschädigt. Seit 2018 sind neunzig Prozent des früheren Baumbestandes im Nationalpark abgestorben.

Die massiven Anstrengungen zur Wiederbewaldung verfolgen einen Umbau zu klimaresistenten Mischwäldern. Teilweise wird gezielt aufgeforstet, teilweise bleibt die Natur sich selbst überlassen und bildet neue, robustere Pflanzengemeinschaften aus. Die Fortschritte sind gut sichtbar. Zwar zeigt sich immer noch ein Viertel der einstigen Nadelwälder als Kahlfläche. Was aber neu entsteht, ist besser als zuvor.

In den naturnahen Mischwäldern nimmt die Zahl der Tier- und Pflanzenarten erheblich zu. Es entsteht eine Vegetation aus Gräsern, Kräutern, Stauden und verschiedenen Beeren. Auch Sträucher wie Holunder und Weiden beginnen zu wachsen. Zu den vorrückenden Laubbäumen zählen Birke, Aspe, Eberesche und Salweide. Von diesen Veränderungen profitieren auch viele Tierarten wie Zaunkönig und Rotkehlchen.

Umfangreiche Maßnahmen zur Wiederbewaldung © Niedersächsische Landesforsten

Die Exkursion führt unter fachlicher Leitung binnen 3,5 Stunden zu Fuß durch exemplarische Waldstücke im Nationalpark Harz. Anschließend besteht Gelegenheit zum Besuch des Harzturms in Torfhaus.

Die Niedersächsischen Landesforsten sind der größte Waldeigentümer Niedersachsens. Sie besitzen 330.000 Hektar Wald und bewirtschaften weitere 75.500 Hektar im Auftrag von Kommunen und Forstgenossenschaften. 24 Forstämter und rund 200 angeschlossene Revierförstereien widmen sich der naturnahen Bewirtschaftung der Wälder.