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Mittwoch, 21. Oktober, 13 – 15 Uhr

Reinigungsstufen

Besichtigung der Kläranlage Herrenhausen

Eintritt frei   (Spendenbox)

Begrenzte Teilnehmerzahl
Teilnahme nur mit Anmeldung

Infos & Anmeldung unter
info[at]technik-salon.de

Nicht wegzudenken

Im Klärwerk Hannover Herrenhausen besichtigen wir eine kritische Infrastruktur, die es in sich hat. Wir modernen Städter sind ja zivilisatorische Glückskinder, kommen wir doch in den Genuss einer engmaschigen Abwasserwirtschaft. Die guten alten Zeiten, wo diese fehlte, wünscht man nicht zurück.

Nun zu den Helden des Alltags: Im Klärwerk Herrenhausen arbeiten eine Handvoll Fachleute, eine Reihe von mechanischen Instrumenten, die Gesetze der Strömungsmechanik und eine Legion von Mikroorganismen daran, dass die ungeklärten Abwässer aus unseren Haushalten und Betrieben schließlich annähernd wieder die Qualität von Flußwasser erreichen.

Moderne Klärwerke sind dabei ausgetüftelte Verwerter und lassen nichts umkommen, was sich noch als Energiequelle oder als Nährstoff nutzen lässt. Sie lösen das Versprechen ein, dass wir urbanen Zivilisationen durchaus im Einklang mit der Biosphäre leben können, und sind insofern Vorreiter für andere Stoffkreisläufe, wo das längst noch nicht gelingt.

Das erste Klärwerk Norddeutschlands

Das Klärwerk Herrenhausen wurde in den Jahren 1905 bis 1907 an der tiefsten Stelle von Hannover erbaut und im Sommer 1908 in Betrieb genommen. Es war seinerzeit das erste Klärwerk Norddeutschlands.

Heute reinigt es täglich das Abwasser von zirka 500.000 Menschen zuzüglich Industrie und Gewerbe. Nach einem Reinigungsprozess von rund 20 Stunden wird das geklärte Abwasser mit einem Reinigungsgrad von rund 98 Prozent in die Leine geleitet.

Die rund zweistündige Besichtigung gibt einen Überblick über die Abwasserwirtschaft in Hannover und führt anschließend durch die komplexe Anlage in Herrenhausen. Eine Sicherheitsunterweisung erfolgt am Beginn der Tour. Das Mindestalter für die Teilnahme beträgt 12 Jahre.